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Schuppen


Wie das von mittelalterlichen Rittern getragene Kettenhemd, vereinigt die Schuppenhaut der Schlangen Schutz mit Flexibilität. Sie wird aus plattenähnlichen Schuppen gebildet, die durch eine elastische Haut miteinander verbunden sind. Schlangen tragen verschiedene Schuppentypen auf den verschiedenen Körperteilen. Jeder Typ dient einem speziellen Zweck und jeder zeigt Abweichungen im Zusammenhang mit Lebensraum und Lebensweise der Schlange. Die Pigmente in den Schuppen geben der Schlange ihre Färbung und Zeichnung und stellen damit ein weiteres zentrales Element in ihrem Überlebensarsenal dar, sei es als Tarnung in ihrem Lebensraum oder als Warnung gegenüber- potenziellen Angreifern.

 

Funktion der Schuppen

Die Haut einer Schlange besteht aus zwei verschiedenen Teilen, den Schuppen und den dünneren, flexiblen Bereichen zwischen den Schuppen, der Interstitialhaut. Im Gegensatz zu Fischschuppen können Schlangenschuppen nicht abgekratzt werden, doch wird die äußere Hautschicht regelmäßig abgeworfen, damit der wachsende Körper neuen Platz hat. Die Schuppen schützen die Schlange vor Verletzungen, wenn sie über rauen Grund kriecht. Sie bieten außerdem einen gewissen Schutz vor Parasiten, beißenden Insekten, kleinen Raubtieren und vor den eigenen Beutetieren, die sich oft wehren. Schuppen unterstützen auch die Fortbewegung. Unebenheiten der Schuppen, besonders an den Rändern der Unterseite, erlauben der Schlange sich auf dem Untergrund festzuhaken und sich waagrecht oder senkrecht vorwärts zu ziehen. Schuppen dienen auch dazu, Wasserverluste durch Verdunstung zu mindern.
 


 

Rückenschuppen


 
  auf Rücken und Seiten sind gewöhnlich in Reihen angeordnet, deren Zahl bei der Artbestimmung helfen kann. Rückenschuppen können gekielt sein, wie bei den meisten Vipern, oder glatt, wie bei grabenden Schlangen.
Bauchschuppen





 
  auf der Unterseite sind im Dienste der Fortbewegung glatt. Die letzte, die präanale Schuppe, kann einfach oder paarig sein. Vollständig im Wasser lebende Schlangen haben stark reduzierte Bauchschuppen, manchmal nur als schmaler Grat am Bauch erkennbar. Das könnte damit zusammenhängen, dass diese Schlangen nicht ihr volles Körpergewicht über rauen Grund schieben müssen.
Kopfschuppen


 
  sind bei vielen Arten groß und plattenförmig. Zu ihnen gehören die Rostralschuppe an der Schnauzenspitze, die Subokularschuppen unmittelbar unter den Augen und die Labialschuppen entlang des Mundes.
Subkaudalschuppen


 
  befinden sich unter dem Schwanz der Schlange. Sie ähneln den Bauchschuppen, können aber einzeln oder paarweise auftreten. Bei manchen Schlangen treten Einzelschuppen zwischen den Paarschuppen auf.

 

 
 
 
             
Die Bauchschuppen der Dumeril Boa sind für die meisten Schlangen typisch. Sie bilden eine einzige Reihe kurzer, breiter, überlappender Schuppen. Sie sind stets glatt, um das Gleiten über den Untergrund zu erleichtern.   Dreieckige, überlappende Rückenschuppen wie die der Bairds Kletternatter bilden eine glatte, polierte Oberfläche. Zu den Schlangen mit glatten Schuppen gehört die Mehrzahl der Boas und Phytons

 
  Die Pazifikboa ist eine von mehreren Arten, die gekielte Rückenschuppen besitzen. Dieser Schuppentyp hat in der Mitte einen Grat oder zwei, wodurch die Schlange rau erscheint


 
  Kleine, konisch geformte, raue, gekörnte Rückenschuppen kommen nur bei wenigen vor, so bei den aquatischen Warzenschlange, die solche Schuppen beim Fischfang benötigen.

 
             
 
 
 
             
Wie bei dieser amerikanischen Kletternatter sind große Kopfschuppen zu bestimmten Mustern angeordnet, die bei der Artbestimmung hilfreich sind. Man findet sie bei den meisten Nattern, Kobras und einigen Vipern.    Der Grüne Hundskopfschlinger ist eine von vielen Boa Arten, deren zahlreichen kleinen, ziemlich gleichförmigen Schuppen bedeckt ist. Man findet solche Schuppen auch bei Vipern.

 
  Subkaudalschuppen gleichen den Bauchschuppen. Hier zeigt die Schwanzunterseite einer Rosenboa die typischen einzelnen Unterschwanzschuppen.




 
  Bestimmte Arte, etwa Bairds Kletternatter, haben paarige Subkaudalschuppen. Gelegentlich können sie aber auch einzelne Schuppen zwishcen den Doppelschuppen auftreten. 
 

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01.04.2009
Afr. Weissbauchigel

Es wurden 10 kleine
Weißbauchigel geboren.
Die in etwa 8 Wochen
abzugeben sind.

 

09.01.2010
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